Techno 293 Windsurf Weltmeisterschaft: Erstmals Österreicher am Start!

Techno 293 Windsurf Weltmeisterschaft: Erstmals Österreicher am Start!

Von 22. bis 29. Oktober 2016 fand in Torbole/Italien die Weltmeisterschaft der olympischen Windsurf Jugendklasse Bic Techno 293 statt. Ein Event der Superlative: 474 SurferInnen aus 33 Nationen und 5 Kontinenten, perfekte Medienarbeit mit Live-Berichterstattung sowie ideale Wetterbedingungen und hochkarätige Wettkämpfe. Der Windsurfsport präsentierte sich am Gardasee so stark wie noch nie! Auch zwei junge österreichische Surfer waren in Torbole am Start.

Mit Idealismus und Expertise ins kalte Wasser

Die Aufgabe, mit zwei jungen Windsurfern aus Österreich die über keine Regattaerfahrung verfügen bei der Windsurf-WM 2016 anzutreten konnte im Vorfeld höchstens als “ambitioniert” bezeichnet werden. Das Risiko, das aufkeimende Interesse zweier Surftalente für das Regatta-Surfen mit einem Schlag wieder zunichte zu machen, war groß. Wie kann inmitten der Weltelite des Windsurfen Frustration vermieden und Begeisterung für das Regatta-Surfen entfacht werden? Eine kleine Gruppe Surfbegeisterter, angeführt von Christian Bratsch, stellte sich der Herausforderung zwei österreichischen Surftalenten den Einstieg in den Regatta-Sport zu ermöglichen. An drei Trainingstagen versuchte der ehem. Windsurf Staatsmeister Martin Sandrieser dem Surfnachwuchs die Grundlagen des olympischen Windsurfen zu vermitteln. Darüber hinaus wurden die wichtigsten theoretischen Grundlagen mit Hilfe von blended-learning und einer eigens geschaffenen Online-Plattform erarbeitet.

Nach kurzer aber intensiver Vorbereitung folgte ab 22.10. der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Max Hieber (14 J., WSA) und Fabio Stoxreiter (17 J., SCSW) fanden sich bei der ersten Regatta inmitten der Elite der olympischen Jugendsurfer wieder. Beide Jugendtalente meisterten diese Herausforderung jedoch nicht nur aufgrund ihres besonderen Durchhaltevermögens und Windsurf-Könnens glänzend. Stets war in dieser intensiven Regattawoche der Anspruch vorhanden, aktiv ins Geschehen einzugreifen und die Leistung Schritt für Schritt zu verbessern. Das Wettkampf-Ziel war klar definiert: Konzentration auf Teilaspekte jeder Wettfahrt ohne Blick auf das Endergebnis. So konnten nach den ersten Regattatagen von beiden Surfern bereits gute Teilleistungen erbracht werden die weit über das zu erwartende Maß hinaus gingen. Dies teilweise bei Starkwind-Bedingungen die selbst erfahrenen Surfern alles abverlangten.

Was bleibt? Die Eindrücke einer auf allen Ebenen gelungenen Windsurf-Weltmeisterschaft. Extrem hohe internationale Leistungsdichte, bis zum letzten Tag spannende Wettkämpfe und die Erkenntnis dass sich am Ende jene Nationen durchsetzen, die seit Jahren strukturierte Jugendarbeit im Windsurfsport praktizieren.

 Text und Bilder Segelverband/C. Bratsch
ZVR: 085357976