Bericht vom Defi-Wind 2019

Christian Bratsch berichtet vom Defi-Wind 2019:

Heuer gings aus SCSW Sicht erstmalig alleine zum Defi-Wind – keine Zeit, keine Lust, kein Glaube an die Windvorhersage….

Wie fast immer haben wir (Ursula, Lana & ich) uns am Wochenende vor dem Defi auf den Weg gemacht, mit einem kurzen Nächtigungsstop waren wir am Samstag in Gruissan, der Tramontana bereits eingeschaltet. Also – Begrüßungsbier, Nachmittagsschlaferl und zum ersten einfahren mit 5,2 aufs Wasser. Wunderbar wieder da zu sein, und bei 30kn macht Windsurfen richtig Spass. Aufpassen, weil ja auch ein paar hundert Kiter da sind die das Defi-Kite fahren. Am Sonntag etwas mehr Wind – ein guter Grund ein neues 4,6er zu holen – der Habenwilleffekt war stärker – sehr geiles Segel gekauft und in der Folge auch gleich an 4 Tagen gefahren.

Montag abend kommt dann Marco Lang – direkt vom Worldcup aus Asien – seine erste Defi-Teilnahme. Dienstag morgen wird er gleich ordentlich „empfangen“ – Tramontana auf Voigas und Jetlag bedeuten bei mir ein frühmorgendliches „hast Zeit zum Photographieren“ SMS…. Ja hab ich, und mir wärs eh zuviel Wind. Er testet kleine Slalomsegel (4,8 oder 5,0) und ist beeindruckt wie heftig das sein kann.

Nachmittags entspannt sich der Wind wieder etwas und die nächsten Tage sind super zum Einfahren bei 30-35 kn.

Die restlichen Österreicher treffen auch alle Zug um Zug ein, Clemens Moebius aus Wien, Franz Grabner und Mike Kalleitner, Roland Frischling mit Matthias Brandl und Klaus Weingrabner – die „üblichen Verdächtigen“ also – ein weiterer Österreicher soll auch dabei gewesen sein, aber da hab ich keinen Namen mitbekommen.

Die Stimmung am Parkplatz ist auch super – brutal eng aber alle entspannt drauf – unser Nachbarwomo ist eine Gemeinschaft aus Schweiz, Cabarete und Venezuela, vor uns ein Engländer und gleich dahinter eine Truppe aus RUS und UKR – 47 Nationen sind am Start, ca 1200 Teilnehmer zwischen 13 und 75 Jahren.

Tja – gestartet wurde auch – für Donnerstag war wenig Wind angesagt, ab Freitag gar nix mehr, also eine sehr schwierige Situation für die Organisation, aber auch für die Teilnehmer – wie viel oder wie wenig wird’s werden. Die Bandbreite geht von „Gleichheimfahren“ bis zu Aufriggexzessen.

Ich bin eher beim exzessiven Aufriggen … morgens gleich mal mit 7,8 raus und festgestellt dass das eher zu groß wird. Also 6,4 und 7,0 auch aufgebaut und mit 6,4 mal einen 20km Testschlag entlang der Strecke. Da zum Rennen die Windmessung ähnlich meinem Testschlag ist bleib ich für Rennen 1 beim 6,4er auf meinem Frace 95l. Gute Wahl – Platz 448 von 1200 ist ok, ich bin einfach zu doof zum Starten. Allerdings von Marco Lang überrundet – der gleich mal herausragend ins Defi einsteigt und im ersten Rennen phänomenal auf Platz 3 fährt – Hammer.

Nachdem auch auf die letzten Teilnehmer gewartet wird war es spannend ob sich noch ein zweiter Lauf ausgeht – ich war mir sicher, dass die Organisation ein weiteres Rennen durchziehen wird und habe mal Kräfte und Motivation gesammelt. Franz Grabner (im ersten lauf Platz 193 !) und Mike Kalleitner hatten da weniger Vertrauen – Abriggen und heimfahren war ihre Devise – wie sich rausstellte die Falsche. Für die Mondseegang auch schwierig, weil die grossen Segel daheim geblieben sind

Es ging nochmal auf den Weg – ich habe mich fürs 7,0er entschieden  – Platz 357 und von Marco diesmal nicht überrundet – rundum zufrieden und hundemüde  das Zeug weggeräumt – auf zum Bier und auf die Ergebnisse gewartet. Mein bestes Defi bisher, 2020 ist 20 jahre Jubiläum der Veranstaltung – für mich ein Fixtermin und ich hoffe dass noch ein paar WSA Mitglieder mitfahren.

Offizielles Video

Weitere Videos

Facebook 90 min https://youtu.be/Lp7MCynJJRQ

Andy Laufer 1 https://youtu.be/jjBUHkn4RaQ

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Ben Proffitt 56 min  https://youtu.be/SDTs5NXSHRw

ZVR: 085357976