Seppi Salvenmoser ist Division II Heim-Europameister

Von 7. bis 11.September fanden beim SCSW am Wallersee die Division II Europeans statt. Insgesamt 17 Teilnehmer aus sieben Nationen nahmen in der historischen Klasse A und Klasse C, die die traditionellen Boardshapes mit moderner Technologie kombiniert, teil. Die beiden Österreicher im Feld, Joseph „Seppi“ Salvenmoser und Ferdinand Hager stehen am Ende gemeinsam auf dem Podest.

Die Open Division II Klasse war in den 1980er Jahren das Maß aller Dinge im Windsurfen. Die Verdränger-Boards waren zur damaligen Zeit das Schnellste, was der Windsurfmarkt zu bieten hatte. Somit wurde es auch zum Olympiamaterial der Spiele 1988 und 1992 – geshaped wurden diese Olympiaboards von Georg Lechner am Wallersee. Auch Alpha und weitere Windsurfmarken waren damals in der Region rund um den Wallersee stationiert. Somit ist diese EM an den Ursprung der österreichischen Windsurfbewegung zurückgekehrt. 

Dies geschah auf Initiative von Seppi Salvenmoser hin, der bereits in den letzten Jahren in internationalen Division II Regatten mitgefahren ist. In Zusammenarbeit mit Christian Bratsch, dem SCSW und der International Division II Class Association, konnte die Heim-EM organisiert und durchgeführt werden.

Bestimmt wurde der Event aus einem Mix von verregneten Vormittagen und windigen, meist trockenen Spätnachmittagen. Sportliche Fairness und spannende Wettkämpfe standen dabei im Mittelpunkt. Mit guter Laune und viel Spaß wurden auch die Flauten-Phasen gut überstanden. 

 

Regattaverlauf:

Die Eröffnung fand am Mittwochabend statt, nach der
Materialvermessung und Registrierung am Donnerstagvormittag, konnte danach in
die ersten drei Wettfahrten, beider Klassen, bei leichtem Südwind gestartet
werden. Nach Tag eins führte in der Klasse A Seppi Salvenmoser und in der
Klasse C Peter Wauters aus Belgien.

Der Freitag war der einzige Tag, an dem der Wind komplett
ausließ. Der Tag war von andauerndem Regen bestimmt und es konnten keine
Wettfahrten in Angriff genommen werden.

Am Samstag ergab sich gegen Mittag das erste Windfenster mit stärkerem Westwind. Nach zwei Wettfahrten musste erstmal abgebrochen werden, da das Windlimit der Klasse (20 Knoten) in den Böen überschritten wurde. Nach zwei Stunden Pause konnte am späten Nachmittag noch eine dritte Wettfahrt für beide Klassen ausgetragen werden, da der Wind etwas abgeflaut hatte. Nach mittlerweile sechs Wettfahrten führte Seppi Salvenmoser weiter die Division II A an, auch Peter Wauters konnte seine Führung bei der C-Klasse verteidigen.

Am Sonntag, dem letzten Regattatag, wurden bei andauerndem Regen und Westwind mittags weitere Wettfahrten in Angriff genommen. Klasse A fuhr zwei Wettfahrten und schafft es insgesamt auf acht, Klasse C fuhr drei und hat somit insgesamt neun Rennen zu Buche stehen. Seppi Salvenmoser kürt sich, mit deutlichem Vorsprung von sieben Punkten auf den Zweiten, zum Europameister – sein erster internationaler Titel im Windsurfen. Auch Ferdinand Hager steht als Dritter in der A-Klasse auf dem Podest. 

 

Ergebnis:

Division II A:

1.      Joseph „Seppi“ Salvenmoser (AUT)

2.      Kay Bürger (GER)

3.      Ferdinand Hager (AUT)

Division II C:

1.      Peter Wauters (BEL)

2.      Peter Murray (GBR)

3.      Ziga Rozman (SLO)

Mehr Fotos: Media » Division2 European Championships (scsw.at)

 

Bericht und Fotos: Anita Eder

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